Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Geschichte

Das Philharmonische Staatsorchester Mainz bestimmt seit Jahrhunderten die Musikkultur der Stadt Mainz und hat sich zu einem der bedeutendsten Klangkörper der gesamten Rhein-Main-Neckar-Region entwickelt. Seit der Spielzeit 2011/12 setzt Hermann Bäumer als Chefdirigent des Orchesters diese Entwicklung äußerst erfolgreich fort.
Neben der Mitwirkung bei den Musiktheateraufführungen des Staatstheaters sind die Musikerinnen und Musiker in verschiedensten Konzertreihen auf dem Podium zu erleben: Sinfoniekonzerte, Sonder- und Kammerkonzerte zeichnen sich durch eine beziehungsreiche Programmdramaturgie aus, die auch für Neues und Experimente offen ist. Darüber hinaus leistet das Philharmonische Staatsorchester mit einem umfangreichen und spannenden Programm einen wesentlichen Beitrag zur Kinder- und Jugendarbeit. 

2014 feierte das Philharmonische Staatsorchester mit vielfältigen Aktionen unter dem Motto „500 Jahre für Mainz“ die bis ins Jahr 1514 zurückreichenden Wurzeln der Mainzer Orchesterkultur und den Anfängen als Hofkapelle des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Albrecht von Brandenburg. Der hohe politische Rang der Mainzer Kurfürsten und die damit verbundenen aufwändigen Umrahmungen höfischer, politischer und kirchlicher Zeremonien – u. a. mehrere Kaiserkrönungen – führten dazu, dass die Mainzer Hofkapelle bald eine herausragende Stellung unter den Hofkapellen des Deutschen Reiches einnahm. Mit der kurfürstlichen Erlaubnis, auch bei Opern- und Konzertveranstaltungen für die Bürgerschaft mitzuwirken, erfolgte ab 1750 eine Hinwendung zum aufstrebenden Bürgertum. Besonderen, weit über die Stadtgrenzen hinausreichenden Ruf konnte sich das Mainzer Orchester im späten 18. Jahrhundert unter dem als Hofkapellmeister und Musikdirektor nach Mainz berufenen Vincenzo Righini erwerben (u. a. deutschsprachige Erstaufführung von Mozarts Don Giovanni). In dieser Zeit galt das Mainzer Theater als eines der besten Opernhäuser Deutschlands. Der Hochzeit der Hofkapelle folgte die schwierige Phase des Niedergangs des Kurfürstentums und der französischen Besatzung. Nach einer Zeit unsteter aber durchgängiger Konzert- und Theaterveranstaltungen brachte 1833 die Eröffnung des Theaters am Gutenbergplatz, dem heutigen Staatstheater, eine deutliche Stabilisierung. 1876 wurde aus dem Theaterorchester durch eine testamentarische Verfügung und Stiftung des Verlegers Franz Schott das personell aufgestockte „städtische Orchester“, das sich in den folgenden Jahrzehnten unter namhaften Dirigenten als Wagner- und Strauss-Orchester in Oper und Konzert einen Namen machte. Nach der Umwandlung und weiteren Aufwertung zum Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Mainz 1990 erfolgte 2006 die Herauslösung aus dem Theater als eigenständiger Landesbetrieb. Heimstatt des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz ist weiterhin das Staatstheater Mainz.

Regelmäßig arbeitet das Orchester mit renommierten Gast-Dirigenten wie zuletzt u. a. Krzysztof Penderecki, Clemens Schuldt, Shiyeon Sung, Peter Hirsch, Antony Hermus, Eduardo Portal, Olari Elts, Michail Jurowski, Marko Letonja, Alun Francis, Patrik Lange, Andreas Spering und Gast-Solisten wie Arkady Shilkloper, Steven Osborne, Isabelle Faust, Midori, Antje Weithaas, Jörg Widmann, Herbert Schuch, Christian Poltéra, Tzimon Barto, Kolja Blacher, Julian Steckel, Baiba Skride, Lilya Zilberstein, Claudia Barainsky und vielen anderen zusammen. www.orchester-mainz.de

Aufgaben

Zu den Hauptaufgaben des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz zählt die Bespielung des  Staatstheaters Mainz in den Sparten Musiktheater, Tanz und Konzert. Das Orchester  ist daneben aber auch in der Stadt Mainz und im Umland mit Konzerten und umfangreicher Kinder- und Jugendarbeit präsent.

Aktivitäten

Zahlreiche und vielfältige Aktivitäten im Kinder- und Jugendbereich zeichnen das Philharmonische Staatsorchester Mainz aus. Besondere Erwähnung verdienen der Opernclub, das Orchester mobil (das Philharmonische Staatsorchester gibt Konzerte in Schulen) und die "Kulturschule" (das Staatsorchester führt eine komplette Konzertprobenphase in Schulen durch). Für das Projekt "Kulturschule" wurde das Philharmonische Staatsorchester 2012 als "Ausgewählter Ort" im Wettbewerb "Deutschland, Land der Ideen" ausgezeichnet.

Anlässlich des Jubiläums "500 Jahre für Mainz" wurde das Projekt "Jubeljahrgang 2014" initiiert, bei dem das Staatsorchester für mittlerweile ca. 1120 Mainzer Neugeborene dieses Jahrgangs eine Patenschaft übernimmt. Bis zum Schuleintritt lädt das Orchester seine Patenkinder jährlich einmal zu altersgerechten Konzerten ein.

Ein intensiver und unvoreingenommener Dialog über Neue Musik findet seit der Spielzeit 2012/13 im Konzertformat „Auf Wiederhören!?... reingehört und kommentiert – Musik der Gegenwart“ statt. Hermann Bäumer stellt mit dem Orchester unterschiedlichste neue Kompositionen vor. Publikum, Orchester und Dirigent diskutieren zwischen den Stücken über das Gehörte.

In der Spielzeit 2017/18 findet zum vierten Mal das „Mainzer Komponistenportrait“ statt. Nach Jörg Widman (2014/15), Krysztof Penderecki  (2015/16) und Brett Dean (2016/17), widmet sich die mehrtägige Veranstaltung in diesem Jahr – mit einem Sinfoniekonzert, einem Gesprächskonzert und einem Kammerkonzert – dem Schweizer Komponisten, Dirigenten und Oboisten Heinz Holliger. Das "Mainzer Komponistenportrait" ist eine gemeinsames Projekt des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz mit dem Staatstheater Mainz, dem SWR 2, der Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz sowie dem Landesmuiskrat Rheinland-Pfalz.

Schwerpunkte setzt Hermann Bäumer auch in der Aufführung und Pflege unbekannterer oder in Vergessenheit geratener Werke: So hat er mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz für das Label cpo die Sinfonien, das Klavierkonzert, das Cellokonzert sowie die "Tondichtung zu einem Drama" des rheinhessischen Komponisten Friedrich Gernsheim eingespielt.

Einrichtungen

Das Philharmonische Staatsorchester Mainz kooperiert mit der Musikhochschule Mainz. Aus dieser Zusammenarbeit ist als feste Einrichtung das Junge Ensemble Philharmonie (JEP) hervorgegangen. 

Publikationsorgane

Einmal pro Spielzeit erscheint das Spielzeitheft und eine Vorschau über die Konzerte und Premieren der Spielzeit (https://www.orchester-mainz.de/service/downloads). Außerdem informieren regelmäßige Newsletter über  die neuesten Aktivitäten. 

Adressen

Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
Tel: 0 61 31 – 2 85 11 61
Fax: 06131 – 2 85 11 69
E-Mail: kontakt@orchester-mainz.de
Internet: www.orchester-mainz.de 

Geschäftsführer
Jan-Claudius Hübsch
Tel.: 06131 - 2 85 11 63
E-Mail: chuebsch@orchester-mainz.de

Chefdirigent und GMD
Hermann Bäumer
Tel.: 0 61 31 – 2 85 11 62 

Orchesterdirektor
Wolfram Schätz
Tel.: 0 61 31 - 2 85 11 60
E-Mail: wschaetz@orchester-mainz.de
Orchesterbüro, Bibliothek und Sekretariat GMD
Karin Trimpert
Tel.: 0 61 31 – 2 85 11 62
E-Mail: ktrimpert@orchester-mainz.de 

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Judith Braun-Biehl
Tel.: 0 61 31 – 2 85 11 96
E-Mail: braunbiehl@orchester-mainz.de

Struktur

69,5 Planstellen

Mitglieder

77 Mitglieder

Unterstützung

Förderverein des Orchesters im Staatstheater Mainz e.V.
Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz