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Das Präsidium des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz ist in Sorge über den Umgang mit klassischer Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Nachdem im SWR ohne Not zwei renommierte, international erfolgreiche Sinfonieorchester fusioniert werden und das Kulturprogramm SWR2 eine 25-prozentige Etatkürzung hinnehmen muss, droht im Bayerischen Rundfunk dem Programm BR-Klassik faktisch das Aus. Der Bayerische Rundfunk plant, das einzige anspruchsvolle Radioklassik-Programm in Deutschland ab 2016 von den analogen UKW-Frequenzen in das Digitalradio DAB+ zu verlegen. Die bisherigen Frequenzen von BR-Klassik sollen nach dem Willen der Geschäftsleitung des BR einer zusätzlichen Popwelle zugeordnet werden.


BR-Klassik wäre damit nur noch digital und im Internet zu empfangen; das hieße bei der jetzigen Versorgungssituation mit digitalen Empfangsgeräten in der Bevölkerung: weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Das Präsidium des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz erinnert an den Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und appelliert an die Geschäftsleitung und die Gremien des BR, diese Planung zu revidieren und BR-Klassik solange auf UKW-Frequenzen zu senden, bis der Rundfunk in Deutschland generell von UKW auf Digitalempfang umgestellt wird.

Präsident Peter Stieber ergänzt: „Ich appelliere auch an die Fraktionen im Bayerischen Landtag darauf hin zu wirken, dass das Kulturland Bayern nicht durch eine kulturfeindliche und populistische Entscheidung, wie sie von der BR-Geschäftsleitung geplant ist, Schaden nimmt. BR-Klassik ist ein Aushängeschild des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland und ein Symbol der Musikkultur Bayerns. Dieses Markenzeichen darf nicht beschädigt oder gar zerstört werden.“

Der Bayerische Musikrat hat unter dem Motto „BR-Klassik muss bleiben“ eine Online-Petition zum Erhalt der UKW-Frequenzen von BR-Klassik ins Netz gestellt: https://www.openpetition.de/petition/online/br-klassik-muss-bleiben