15. Musikalischer Nachwuchs stellt sich vor

12 Cellisten konzertieren im Plenarsaal des Landtags

Ein seltenes musikalisches Erlebnis bot sich den begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern beim 15. Konzert im Plenarsaal des Mainzer Landtags: Im Zentrum stand das Violoncello, das hier klanglich in seiner großen Vielfalt mit Kompositionen von der Renaissance bis zur Moderne in unterschiedlichen Besetzungen zu hören war. Die jungen Nachwuchsmusikerinnen und -musiker kamen allesamt von der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg Universität Mainz, wo sie unter der Leitung von Prof. Manuel Fischer-Dieskau das Programm vorbereitet und einstudiert hatten. Fischer-Dieskau führte nicht nur selbst durch das abwechslungsreiche Konzert, er trat auch mit von ihm bearbeiteten, eigens für die hier gefragten Besetzungen arrangierten Originalwerken und als versierter Instrumentalist in Erscheinung.

Eröffnet wurde der Abend von der Landtagsabgeordneten und Vizevorsitzenden des Kulturausschusses Ruth Ratter, die in ihrer Ansprache dem Anfang des Jahres 2012 verstorbenen Prof. Dr. Christoph-Hellmut Mahling gedachte und ihn als Initiator der Konzertreihe und unermüdlichen Förderer des musikalischen Nachwuchses würdigte. Auch verwies sie auf die bewährte und gute Zusammenarbeit des Landtags mit dem Landesmusikrat, in dessen Händen die Organisation und Konzeption der Konzertreihe liegt. In seinem Grußwort bedankte sich der neue Präsident des Landesmusikrats, Peter Stieber, für die berührenden Worte zum Andenken an seinen Vorgänger Prof. Mahling, dessen Arbeit er fortführen und damit dessen Vermächtnis in Ehren halten wolle. Zum Abschluss präsentierte sich die ganze Celloklasse gemeinsam mit ihrem Lehrer Prof. Manuel Fischer-Dieskau in einem Hymnus für 12 Violoncelli von Julius Klengel und demonstrierte einmal mehr die Schönheit und warme Klangfülle dieses wunderbaren Streichinstrumentes. Die Komposition unterstrich mit ihrer Raumklangwirkung die Besonderheit des Plenarsaales als hervorragenden Konzertort, der es den Zuhörern ermöglicht, in intimer Atmosphäre, ohne die sonst Konzertsälen eigene große räumliche Distanz, die Musiker auch räumlich in den Mittelpunkt des Konzertsaals zu stellen.

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